Informationstechnologieabkommen (ITA) auf dem Prüfstand

 

Foto: Europäisches Parlament

 

Am 19. April 2016 fand unter der Schirmherrschaft von Bernd Lange ein Treffen zum überarbeiteten Informationstechnologieabkommen (ITA) statt. Organisiert wurde dieses durch die europäische Vereinigung für Informationstechnologie (IT), Digitaleurope.

 

Das ITA ist Bestandteil der Welthandelsorganisation (WTO) und das wichtigste Abkommen für den Handel mit IT-Produkten. Die neue Vereinbarung hat zum Ziel, die Tarife für eine erweiterte Anzahl von IT-Produkten zu reduzieren, und damit den neusten Entwicklungen im IT-Bereich Rechnung zu tragen. Das Abkommen umfasst nun Produkte wie Computer-, Telefon- und GPS-Systeme, Videospiele sowie medizinische Ausrüstung.

Das ITA war mit seinem Abschluss 1996 die erste große Vereinbarung seit der Gründung der WTO. Doch aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts seit dem Ende der 1990er Jahre war eine Überarbeitung des Abkommens überfällig.

Das überarbeitete ITA kann erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben: Im jährlichen Handel der 201 zusätzlich abgedeckten Produkte aus dem Bereich der Informationstechnologie geht man von einem geschätzten Mehraufkommen von ca. 1 Billionen Euro aus. Das macht einen Anteil von 10 Prozent des gesamten Welthandels aus - auch Deutschland und die EU haben einen nicht unwesentlichen Anteil daran.

Das Europäische Parlament will nun den Prozess zur Ratifizierung des überarbeiteten ITA zügig voranbringen.