Jamie Fröhle: Mein Praktikum im Europäischen Parlament

 

Foto: Kühn

 

Ich heiße Jamie Fröhle, bin 19 Jahre alt und studiere seit eineinhalb Jahren Public Administration bei der Region Hannover. Dieses duale Studium beinhaltet unter anderem eine Fremdausbildung. Dadurch bekam ich die Möglichkeit während der zwei vergangenen Monate im Abgeordnetenbüro von Bernd Lange im Europäischen Parlament in Brüssel ein Praktikum zu absolvieren.

 

In diesem Rahmen bot sich mir die Gelegenheit, die Entscheidungsbildungsprozesse im Europäischen Parlament direkt mit zu verfolgen. Vor allem die Diskussionen im ITRE-Ausschuss (Industrie, Forschung und Energie) und im Untersuchungsausschuss EMIS (Emissionsmessungen in der Automobilindustrie) waren dabei sehr aufschlussreich für mich. Bei den Fraktionssitzungen der europäischen Sozialdemokraten erlebte ich hautnah, wie sehr sich die Abgeordneten für die Interessen der europäischen Bürgerinnen und Bürger einsetzen und dass in der Politik immer wieder Kompromisse gefunden werden müssen.

Die Arbeit in einem Abgeordnetenbüro ist sehr vielseitig geprägt. Zu meinen Aufgaben gehörten zum Beispiel administrative Büroaufgaben wie die Koordinierung der Termine, die Bearbeitung der Post und die tägliche Presseschau.  Darüber hinaus befasste ich mich ebenfalls mit inhaltlichen Aufgaben. Dazu zählten beispielsweise Recherchen zu EU-relevanten Themen, das Entwerfen  von Bürgeranfragen, diverse Übersetzungen,  die Vorbereitung und Teilnahme an Veranstaltungen und das Protokollieren von Ausschusssitzungen.

Insgesamt hat sich dadurch meine Arbeit immer sehr abwechslungsreich und spannend gestaltet. Es war sehr interessant, sich in kurzer Zeit in so viele verschiedene Themengebiete einarbeiten zu können. Die Arbeit war keineswegs so, wie ich sie mir am Anfang vorgestellt habe, sondern sehr viel abwechslungsreicher.

Ich fand es insbesondere sehr spannend, die Funktionsweisen der Europäischen Union in der Praxis mitzuerleben, anstatt diese nur in der Theorie zu erlernen. Dies stellt für meinen persönlichen sowie beruflichen Weg eine größte Bereicherung.

Mein Dank gilt an dieser Stelle Bernd Lange und seinem gesamten Team für die Möglichkeit, an ihrem Arbeitsalltag teilzunehmen, und für die tolle Betreuung während meiner Zeit in Brüssel.