Karmann-Arbeitnehmer erhalten mehr als sechs Millionen Euro aus Europa
09. März 2010
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Lange: EU muss den Strukturwandel in der Autobranche aktiver gestalten
Das Europäische Parlament hat heute 6 199 341 Euro aus dem Globalisierungsfonds für den niedersächsischen Autobauer Karmann bewilligt. Aufgrund fehlender Anschlussaufträge musste die Automobil- und Karosseriebaufirma Karmann aus Osnabrück am 08. April 2009 Insolvenz anmelden.
„Ein richtiger und wichtiger Schritt für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Karmann“,
begrüßt der niedersächsische SPD-Europaabgeordnete und Automobilexperte Bernd Lange die Entscheidung.
Mit den Mitteln aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (sogenannter „Globalisierungsfonds“) sollen die strukturellen Veränderungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund von Globalisierung und dem damit einhergehenden Wandel, abgemildert werden.
„Allerdings darf es nicht bei diesen punktuellen Finanzspritzen bleiben. Ich fordere die EU auf, den Strukturwandel in der Automobilwirtschaft aktiver zu begleiten“, so Lange. „Dieser Kernbereich der europäischen Industrie muss zukunftsfähig gemacht und so die Arbeitsplätze gestärkt werden.“
Dazu gehöre unter anderem die Entwicklung von Autoherstellern zu Mobilitätsdienstleistern, die Kompetenzerweiterung und Qualifizierung der Beschäftigten, die Antizipierung von Entwicklungen bei einem Produkt, einem Sektor oder einem System, die Einrichtung einer europaweiten Beobachtungsstelle für industriellen Wandel in der Mobilitätswirtschaft, eine ausgeweitete und zielgerichtete Forschungsförderung und die Bildung von regionalen Patenschaften und Unterstützung der Strukturfonds, um nachhaltige Mobilität von Personen und Gütern zu fördern und den Strukturwandel in der Mobilitätswirtschaft zu gestalten.
EuropaGlobalisierungMobilitätNiedersachsen
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