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EU-Förderung in Niedersachsen

Informationen und Bewertungen  zur EU-Strukturförderung in Niedersachsen 2014 bis 2020

In der folgenden Präsentation informiert Bernd Lange über die EU-Strukturförderung in Niedersachsen 2014 bis 2020 und nimmt Bewertungen vor.

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EU-Strukturförderung in Niedersachsen 2014 bis 2020 PDF 330 KB

Neue EU-Förderkategorie gut für Niedersachsen
Am 06. Oktober 2011 hat die EU-Kommission in Brüssel das Gesetzespaket zur Neuordnung der europäischen Strukturpolitik für die nächste Förderperiode ab 2014 vorgestellt.
Als Erfolg bewertet Bernd Lange die Einführung einer neuen Zwischenkategorie in die neuen Verordnungsvorschläge: „Hier ist die Kommission dem Votum des Europäischen Parlaments vom Juli 2011 gefolgt. Für Niedersachsen ist dies überaus wichtig, denn der ehemalige Regierungsbezirks Lüneburg profitiert davon." Die neue Förderkategorie soll alle Regionen umfassen, die zum Ende dieser Förderperiode aus der Höchstförderung ausscheiden:

Hier weiterlesen - Pressemitteilung von 06. Oktober 2011

(Eine Höchstförderung gibt es für Regionen, die unter 75% des BIP im EU-Durchschnitt liegen.) „Mit der Zwischenkategorie ist es möglich, dass mehr Geld in diese Regionen fließt als in andere, wenn auch nicht im gleichen Umfang wie bisher. Denn es ist wichtig, dass die jetzigen Ziel 1-Gebiete wie Lüneburg weiterhin eine besondere Förderung erhalten“, bewertet Lange die Vorschläge.

Insgesamt 376 Milliarden Euro sieht die Kommission zwischen 2014 und 2020 für die Strukturpolitik vor. Davon sollen 38,9 Milliarden Euro in Regionen fließen, die sich in einem Übergangsstadium ihrer wirtschaftlichen Entwicklung befinden (zwischen 75 und 90% des BIP der EU). Denn nach 2013 werden voraussichtlich nur noch 65 Regionen die Höchstförderung aus der EU benötigen. Derzeit sind es 84 sogenannte Ziel 1-Regionen.

Europa muss in Krisenzeiten zusammenstehen, daher müssen wir unseren Fokus auf Beschäftigung und Wachstum setzen. Strukturfonds spielen bei der Reduzierung ungleicher Lebensverhältnisse eine zentrale Rolle. „Zukunftsfähigkeit entsteht durch Investitionen in Innovation, Qualifizierung und Solidarität“, meint Lange.

Für Lange ist zentral, dass die EU ihre Strukturpolitik mit den Zielen der EU 2020-Strategie verknüpft. Die Leitlinie für die Investitionen der nächsten Förderperiode ist daher intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum innerhalb der EU.
„Für die EU ist es gut, wenn es jetzt neu ein Regelwerk für bisher fünf verschiedene Fonds* gibt, das sorgt für Klarheit und Transparenz bei der Mittelbewilligung und eine bessere Abstimmung“, so Lange.

Für Lange kommt es jetzt darauf an die guten Ansätze der Kommission zu verteidigen – auch gegen Kürzungswünsche der Mitgliedstaaten. Das neue System muss jetzt so umgesetzt werden, dass es gut handhabbar ist.

* EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, ESF – Europäischer Sozialfonds, KF – Kohäsionsfonds, ELER – Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes, EMFF – Europäischer Meeres- und Fischereifonds.

Priorität: Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Mit ihren Vorschlägen legt die Europäische Kommission einen Schwerpunkt bei der Förderung erneuerbarer Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz:20% des Budgets, das für die Wettbewerbs- und Übergangsregionen vorgeschlagen wird soll dafür eingesetzt werden. Das Gesamtbudget beträgt EUR 213 Mrd. 

Darüber hinaus sehen die Vorschläge der Kommission weitere Mittel für Energieinfrastrukturprojelte von besonderer Bedeutung im Rahmen der sogenannten "Connecting Europe Facility" in Höhe von EUR 9,1 Mrd. vor. Damit will die Kommission den Infrastrukturausbau unterstützen und beschleunigen.

Aktuelle Informationen

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Vorschläge der Europäischen Kommission zur Zukunft der EU-Strukturpolitik 2014-2020, in englischer Sprache PDF 2,39 MB

ZEITPLAN:
Die Vorschläge werden nunmehr vom Rat und vom Europäischen Parlament erörtert; Ziel ist eine Annahme vor Ende 2012, damit die neuen kohäsionspolitischen Programme im Jahr 2014 anlaufen können.
Parallel dazu gehen die Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen für den gesamten EU-Haushalt weiter. Die Kommission hat bereits vorgeschlagen, für den Zeitraum 2014 – 2020 den kohäsionspolitischen Instrumenten 336 Mrd. EUR zuzuweisen.
Über die Zuweisungen an die Mitgliedstaaten und die nach Kategorien aufgeschlüsselte Liste der förderfähigen Regionen wird erst nach der endgültigen Annahme des heute vorgelegten Pakets abschließend entschieden.

 

 

Förderperiode 2007-2013

In der aktuellen Förderperiode von 2007 und 2013 stehen Niedersachsen rund 2,5 Milliarden Euro an Fördermitteln aus den europäischen Strukturfonds zur Verfügung. Dies sind ca. 1,62 Milliarden Euro mehr als im vorangegangenen Zeitraum (2000-2006). Es sollen u. a. die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit, vornehmlich von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Entwicklung von Innovationskapazitäten und gesellschaftlichen Wissenspotentialen, sowie die Erschließung spezifischer Infrastrukturen für nachhaltiges Wachstum gefördert werden.

Die Region Lüneburg wurde für die aktuelle Förderperiode als Ziel 1 Gebiet anerkannt und wird damit am stärksten gefördert. Die übrigen Regionen von Niedersachsen sind als Ziel 2-Gebiete eingestuft worden.

Die größte Veränderung kommt in der aktuellenFörderperiode durch den Wechsel von einer gebietsbezogenen zu einer thematischen Förderung. Dies bedeutet, dass alle Regionen untereinander "konkurrieren". Die EU-Mittel müssen wie bisher gegen finanziert werden, erstmals können für die Gegenfinanzierung auch private Mittel hinzugezogen werden. Zu beachten ist allerdings, dass eine Doppelförderung ausgeschlossen ist. Wer bereits andere Fördermittel erhält, kann keine EU-Fördermittel bekommen. 

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Stellungnahme des DGB zu den Konsultationen der EU-Kommission über "Die Zukunft der Kohäsionspolitik", Januar 2011 PDF 153 KB
Kurs Lissabon: EU-Strukturfonds 2007-2013 PDF 4,20 MB
DGB Praxishilfe für ArbeitnehmerInnen PDF 1,04 MB
NBank: Arbeitshilfe für die Antragsstellung PDF 178 KB

 

 
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