Mobilität

 
Foto: Powershoot Alexander Louvet

Ein zentraler Schwerpunkt ist der Einsatz für umweltverträgliche und beschäftigungssichernde Mobilität. Es geht darum, dass eine nachhaltige Mobilität unter Einschluss aller Verkehrsmittel und -träger in Europa mit den bestmöglichsten Beschäftigungseffekten Wirklichkeit wird. Bei diesen Themen geht es auch um die Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes Niedersachsen.

Wer die Krise überwinden will, muss Nachhaltigkeit ins Zentrum rücken, die Erneuerung der traditionellen Autoindustrie anpacken und um gute Arbeit in Europa streiten.

Neben der kurzfristigen Stabilisierung des Automobilsektors kommt es zentral darauf an, die Mobilitätswirtschaft mit einer integrierten Politik bei der Erhaltung hochwertiger industrieller Tätigkeiten in Europa zu stärken. Für Niedersachsen ist das besonders wichtig, denn hier liegt der Anteil der in der Automobilwirtschaft Beschäftigten rund doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt: Rund 150.000 Arbeitnehmer beschäftigt die Zuliefer- und Automobilindustrie. Mehr als 30 Prozent aller Industriearbeitsplätze in Niedersachsen hängen direkt von der Kraftfahrzeugherstellung ab. Niedersachsen hat mehr als 700 direkte Zuliefer-Unternehmen und viele indirekte.

Innovationen zu fördern und umzusetzen ist zentral für die Zukunft der Mobilitätswirtschaft. Elektromobilität ist dabei ein Baustein. So setzte ich mich gerade dafür ein, dass die Standardisierung z.B. von Steckern schnell umgesetzt wird, damit neue Technik schneller auf den Markt kommt. Die Entwicklung der E-Mobilität muss weiter unterstützt und vor allem Ergebnisse in Projekten angewendet werden.

 

Arbeitsplätze in der Automobilindustrie sichern

Die Automobilindustrie fährt in diesen Zeiten im Nebel. Während es für die Branche bisher meist darum ging, konjunkturelle Schwankungen und technologische Entwicklungen zu gestalten, wird sie heute mit Herausforderungen grundsätzlicher Natur konfrontiert. Dazu gehören die sehr schnelle Verengung des regulatorischen Rahmens, ein grundlegender Strukturwandel durch E-Mobilität, die verstärkte Infragestellung globalen Handels durch protektionistische Maßnahmen, Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte. Hier muss Europa handeln. Dies habe ich auch innerhalb einer Expertenrunde aufgegriffen, welche auf Einladung des IG Metall-Bezirks Niedersachen/Sachsen-Anhalt am 27. Februar die Strategie über die Zukunft der Automobilindustrie diskutierte.

Die Automobilindustrie und die damit zusammenhängenden Zulieferindustrien bilden mit über 12 Millionen Arbeitsplätzen und 4 Prozent des BIP den wichtigsten Wirtschaftszweig der EU. Gerade in Niedersachsen stellt die Branche einen industriellen Schlüsselsektor dar.

Die europäische Politik muss hier mit langfristigeren, stabilen politischen Rahmenbedingungen, Investitionen in Forschung und Entwicklung und dem Abschluss fairer Handelsabkommen Pflöcke setzen. Dazu gehört auch ein Innovationsfonds. Wir brauchen eine klare europäische industriepolitische Strategie zur Sicherung der Arbeitsplätze und zur Stärkung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit im globalen Kontext.

Bericht der IG Metall Automobikonferenz

 
Foto: IGM

Vortrag bei der Automobilkonferenz der IG Metall, 27.2.2017

Die drei großen I's - Herausforderungen für den Güterverkehr

Auf der hochkarätig besetzten Jahrestagung zur Verkehrspolitik des Verbandes der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) am 3. Dezember 2009 unterstrich Bernd Lange die Bedeutung der drei großen I's für die Mobilität der Zukunft: Integration, Infrastruktur und Innovation.

 

 
Verfügbare Downloads Format Größe
Der Vortrag von Bernd Lange: A sustainable future for transport - Need for three big I PDF 670 KB
450 BMW Motorrad

Bernd Lange im C1, BMW-Prototyp mit Elektroantrieb

Perspektiven für den Motorradsektor

Die Krise hat die Motorradindustrie stark getroffen. Dramatisch sind die Einbrüche in diesem Sektor, in dem in der EU 150.000 Menschen Beschäftigung finden. Im Vergleich zum Jahr 2007 waren im Krisenjahr 2009 Absatzeinbußen in Höhe von 25 Prozent zu verzeichnen.

Studien

Hier geht es zu relevanten Studien, die den Stellenwert der Mobilitätswirtschaft unterstreichen.

Wichtige Europäische Organisationen

Im Zusammenhang mit Mobilitätsthemen tauchen häufig Abkürzungen auf wie ACEA, CLEPA; EMB oder FEMA. Doch wofür stehen sie eigentlich? Hier kommen die Erläuterungen:

ACEA steht für Association des Constructeurs Européens d'Automobiles, dem europäischen Automobilherstellerverband. Dem Verband gehören 14 große Automobilhersteller an.

CLEPA ist der Dachverband der europäischen Automobilzulieferer, der die Interessen der globalen Automobilzulieferindustrie vertritt. 82 der weltweit führenden Zulieferer für Autoteile, Systeme und Module sowie 28 nationale Wirtschaftsverbände und europäische Branchenvereinigungen sind Mitglied des CLEPA. Hier sind über 3000 Unternehmen vertreten, mehr als drei Millionen Personen beschäftigt und alle Produkte und Leistungen der Automobilzulieferkette abgedeckt.

Der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) vertritt im Auftrag von 72 Metallgewerkschaften (und 4 angegliederten Vereinigungen) aus 33 Ländern die Interessen der Beschäftigten in der europäischen Metallindustrie und zählt insgesamt 5,5 Millionen Mitglieder. Der EMB wurde 1971 gegründet und besitzt ein Mandat für die externe Vertretung und Koordination der Metallgewerkschaften sowie ein Mandat zur Aufnahme von Tarifverhandlungen auf europäischer Ebene.

FEMA ist der europäische Dachverband von nationalen MotorradfahrerInnenorganisationen. 300.000 MotorradfahrerInnen aus 19 Staaten werden repräsentiert. Aus Deutschland gehören die Biker Union, der Bundesverband der Motorradfahrer und Kuhle Wampe der FEMA an.