Grünes Licht für grüne Autos

 

Elektromobilität entwickeln - Mobilitätswirtschaft erneuern

Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen soll auf europäischer Ebene besser koordiniert und einheitliche Standards geschaffen werden. Das geht aus einer entsprechenden Resolution zur Weiterentwicklung der Elektromobilität hervor, die das Europäische Parlament am Donnerstag verabschiedet hat.

Für den niedersächsischen SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange ein gutes Signal. "Elektromobilität kann zur Erneuerung der Mobilitätswirtschaft in Europa beitragen und damit die industrielle Basis stärken und Arbeitsplätze sichern", betonte er in seiner Rede vor dem Europäischen Parlament.

Dazu seien aber klare politische Strategien nötig. So müsse endlich die Standardisierung vorangebracht werden. "Es darf kein Steckerchaos geben", warnte Lange.

Lange hob hervor, dass E-Mobilität realistisch angepackt werden müsse: "In die Entwicklung von Batterien muss noch viel Kraft fließen, bis wir ein Niveau erreicht haben, um mit den herkömmlichen fossilen Antrieben mithalten zu können. Ein großes CO2-Einsparungspotenzial kann es nur geben, wenn wir den notwendigen Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen."

E-Fahrzeuge müssen in ein gemeinsames Verkehrssystem eingebunden werden, damit jeder nach seinem Bedarf das beste Mobilitätsangebot (E-Fahrzeuge, Roller, Fahrräder und ÖPNV) wahrnehmen kann. Dies gilt insbesondere für städtische Bereiche.

Für den Automobilexperten Lange ist entscheidend, dass das Europäische Parlament auch die Konsequenzen der E-Mobilität berücksichtigt. "Elektrofahrzeuge bedeuten eine große Veränderung in der Produktion und Zulieferkette. Das muss sozial verantwortlich gestaltet werden", stellte der Sozialdemokrat klar. "Wir brauchen Anstrengung in der Weiterbildung der Beschäftigten, in der Produktion und vor allem in den Werkstätten.“