Rote Hände aus Thedinghausen für das Europäische Parlament

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Mehr als 1100 Abdrücke roter Hände haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c der Gudewill-Schule Thedinghausen gesammelt, um ein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern als Kindersoldaten zu setzen. Im Rahmen des "Red Hand Days", der weltweit am 12. Februar stattfindendet, übergaben sie diese roten Hände an Politikerinnen und Politiker. Bernd Lange will das Engagement der Jugendlichen nutzen, um sich im Europäischen Parlament gegen den Einsatz von Kindersoldaten stark zu machen.

 

Für Bernd Lange nahm Dr. Dörte Liebetruth, wissenschaftliche Mitarbeiterin, die roten Hände in Thedinghausen entgegen. Zuvor präsentierten die Schülerinnen und Schüler der 10c zusammen mit ihrer Lehrerin Bianca Stratmann und dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Torsten Böke ihre umfangreichen Arbeitsergebnisse aus der Projektarbeit zum Thema Kindersoldaten: Dabei ging es um das Leben, Leiden und Zukunftsperspektiven von Kindersoldaten, die einerseits Opfer, andererseits Täter sind. Auch den Einsatz von Kindersoldaten in vergangenen Zeiten thematisierten die Jugendlichen.

Den Missbrauch von Kindern als Soldaten verbietet seit 2002 ein Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Ratifiziert haben dieses Zusatzprotokoll mittlerweile 139 Staaten, darunter Deutschland. Dennoch gibt es den Vereinten Nationen zufolge heute weltweit zwischen 250.000 und 300.000 Kindersoldaten in staatlichen Armeen oder nicht-staatlichen bewaffneten Gruppen. Beispiele für Länder, wo Kindersoldaten eingesetzt werden, sind Kolumbien, Myanmar (Burma), Indien, die Philippinen und die Demokratische Republik Kongo.

Mehr Informationen zum "Red Hands Day" sind unter http://www.redhandday.org/ und http://www.aktion-rote-hand.de/ erhältlich.
 

Red-Hands-Day Gudewill-Schule

Für Bernd Lange nimmt Dr. Dörte Liebetruth (rechts) die Abdrücke roter Hände entgegen, die von der Klasse 10c der Gudewill-Schule Thedinghausen gesammelt wurden. Bernd Lange wird die roten Hände mit ins Europäische Parlament tragen, während der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil (links) damit nach Berlin fährt. Tatkräftig unterstützt wurde das Projekt der 10c von Lehrerin Bianca Stratmann und dem stellvertretenden Torsten Böke (beide in der Mitte).